Altersgemischte Teams erforschen spielerisch die Welt der Kommunikation

Statt Mathe, Deutsch und NMG stand in der letzten Woche die Sprachdetektiv-Ausbildung auf dem Stundenplan: In der jährlichen Projektwoche tauchten die Schülerinnen und Schüler des Dorfschulhauses in vier spannenden Ateliers tief in die faszinierende Welt der Sprache und Kommunikation ein. Das Besondere: Die Kinder arbeiteten in acht altersdurchmischten Gruppen – von der 1. bis zur 4. Klasse – um voneinander zu lernen und sich besser kennenzulernen – ein Konzept, das voll aufging. Ziel war es, die Vielfalt der Sprache und das altersübergreifende Miteinander in den Fokus zu rücken. Die 8 Teams durchliefen vier unterschiedliche Ateliers, die jeweils einen anderen Aspekt von Sprache beleuchteten.

Im Atelier «Geheimschrift – Codes und Rätsel knacken» wurden die Schüler zu wahren Kryptographen. Nach einem gemeinsamen Kennenlernspiel und dem Basteln einer Caesar-Scheibe übten sie sich in der Gruppenarbeit an sechs Stationen im Verschlüsseln und Entschlüsseln von Botschaften. Dabei standen unter anderem das Rebus-Rätsel(Bildsprache) und die Geheimschrift mit UV-Licht auf dem Programm, die ihre Detektivarbeit auf die Probe stellten.

Das Atelier «Reden ohne Worte – Nonverbale Kommunikation» zeigte, wie man sich ohne Stimme verständigt. Hier lernten die Kinder die Kraft von Gesten und Mimik kennen. Nach einem emotionalen Gefühls-Menschenmemory übten sie das Fingeralphabet für ihren eigenen Namen und brachten im Schattentheater kleine Geschichten ganz ohne gesprochene Worte auf die Bühne.

Im Atelier «Sprache im Dorf – Symbole und Diversität» verliessen die Schüler das Schulzimmer, um zu echten «Sprachdetektiven im Alltag» zu werden. Das Ziel war, Symbole und die Sprache im Dorf kennenzulernen. Nach einer Rätselrunde im Schulzimmer, in welcher die Schülerinnen und Schüler die Sprach- und Dialektvielfalt der Lehrpersonen kennenlernen durften, begaben sich die Gruppen mit Stanzpass und Buchstabencode auf den spannenden Rätselweg.

Schliesslich war im Atelier «Escape Room – Sprachrätsel lösen» schnelle Auffassungsgabe gefragt. Der erfolgreiche Einstieg erfolgte über ein Sprachdetektivspiel mit Anlautschrift , bei dem jedes Kind seinen Namen im Raum suchen musste. Um am Ende einen geheimen Koffer zu knacken , mussten die Gruppen gemeinsam mehrere Rätsel lösen. Dabei galt für alle der «Ehrenkodex»: Codeknacker verraten nichts! , während die Grossen den Kleineren zur Seite standen.

Die Altersmischung in den Gruppen erwies sich als grosser Gewinn. Die Kinder lernten, Verantwortung für ihre jüngeren Partner zu übernehmen und von den sprachlichen Vorkenntnissen der Älteren zu profitieren. Die Projektwoche «Sprachdetektive» war ein voller Erfolg, der die Vielfalt der Sprache und das altersübergreifende Miteinander in den Fokus rückte.